Fortbildungen

1. Fortbildung ¬ Barock und Moderne am Beispiel der Oper L’ORFEO von Claudio Monteverdi

Für Lehrkräfte der Fächer Künstlerisches Profil, Kunst, Deutsch (Darstellendes Spiel), Musik, Ethik Neigungskurse der Oberschulen


Der Sänger Orpheus gehört spätestens seit Ovids Metamorphosen zu den faszinierendsten Sagengestalten.

Der Mythos um den Sänger Orpheus fragt nach zweierlei: nach der Macht der Musik und ihrer Bedeutung für das menschliche Leben und nach der Verfasstheit des modernen Menschen, der sich gegen das Gebot der Götter auflehnt. Als Musiker betört Orpheus Natur und Mensch, seine Kunst verändert aktiv Emotionen und gestaltet so seine Umwelt. Ein Leben ohne Musik ist für die Menschheit nach Orpheus nicht mehr vorstellbar. Als Wanderer in der Unterwelt versucht er mit eben dieser menschlichen Musik den Tod zu überwinden. Als moderner Mensch nimmt er so sein Schicksal selbst in die Hand. An der Frage, warum er scheitert, lassen sich über die Epochen verschiedenste Weltbilder nachzeichnen.

1607 inspirierte die Geschichte um Tod, Liebe und Musik Claudio Monteverdi zu seiner Favola in Musica L’Orfeo, der ersten eigentlichen Oper der Geschichte. Das Theater Plauen-Zwickau bringt diesen Ursprungsmythos der Sangeskunst im Januar 2018 auf die Bühne. Das Besondere dabei: Die Musik wird von der jungen Komponistin Katharina S. Müller mit den Mitteln der musikalischen Moderne des 21. Jahrhunderts neu arrangiert. So entsteht für die heutigen Zuhörer/innen eine sinnlich erfahrbare und direkt nachvollziehbare Auseinandersetzung mit den Anfängen und der Tradition der Oper einerseits und unserer musikalischen Moderne andererseits.

L’Orfeo nutzt den Mythos, um die Relevanz von Musik für das menschliche Leben unmittelbar erfahrbar zu machen. Die technische Allgegenwart und Verfügbarkeit von Musik lässt ihre Besonderheit als physikalische und emotionale Kraft leicht in den Hintergrund treten. Die Inszenierung des Theaters Plauen-Zwickau macht Musik zum Teil des physikalischen Raumes und unterstreicht ihre emotionale Wirkung durch ungewohnte Hörerfahrungen.


Anmeldung Bitte melden Sie sich rechtzeitig über den Fortbildungskatalog der SBAZ (Z03394) an.


Zwickau 29. Januar 2018 ¬ 15.00-18.30 Uhr (anschl. Besuch der Generalprobe 19.00-ca. 21.30 Uhr) ¬ Treffpunkt am TiM (Theater in der Mühle) – Gewandhausstraße 7

Kosten keine


2. Fortbildung ¬ Schillers DIE RÄUBER szenisch entdecken

Für Lehrkräfte der Fächer Künstlerisches Profil, Kunst, Deutsch (Darstellendes Spiel), Neigungskurse der Oberschulen

Bereits sein erstes Theaterstück Die Räuber machte den 22-jährigen Schiller berühmt. Es löste ein regelrechtes dramatisches Erdbeben in Deutschland aus und lässt sich ganz eindeutig im Sturm und Drang verorten. Schillers geschliffene Sprache, seine dramatischen Einfälle, die Charakterisierung der Figuren und die Komplexität des Stoffes erschweren häufig den Zugang für Schüler/innen. Die Fortbildung vermittelt schauspielerische Methoden, um die Lust der Schüler/innen auf das spannende Frühwerk Schillers zu wecken. Bühnenkampftricks, Gruppenszenen und das szenische Gestalten ausgewählter Ausschnitte stehen hierbei im Mittelpunkt. Räuberische Atmosphäre soll entstehen. Verknüpft ist die vierstündige theaterpädagogische Fortbildung mit dem anschließenden Besuch der Generalprobe im Vogtlandtheater.

Anmeldung Bitte melden Sie sich rechtzeitig über den Fortbildungskatalog der SBAZ (Z03390) an.

Plauen 9. Februar 2018 ¬ 15.15 – 18.30 Uhr (anschl. Besuch der Generalprobe 19.00 – ca. 21.30 Uhr) ¬ Treffpunkt am Haupteingang

Kosten keine

3. Fortbildung ¬ Körpersprache und Darstellendes Spiel ¬ mit den Schauspielern Ute Menzel und Dieter Maas

Für Lehrkräfte der Fächer Künstlerisches Profil, Kunst, Deutsch (Darstellendes Spiel), Musik, Neigungskurse an Gymnasien, Berufsschulen und Oberschulen

„Der Körper ist der Handschuh der Seele, seine Sprache das Wort des Herzens. Jede innere Bewegung, Gefühle, Emotionen, Wünsche drücken sich durch unseren Körper aus.“ Samy Molcho
Die Körpersprache ist deutlicher als Worte, doch sie ist für viele zu einer Fremdsprache geworden. Vor allem Schüler/inne/n fällt es schwer, die Ausdrucksmöglichkeiten ihres Körpers zu entdecken und zu nutzen. Die Körpersprache zu erlernen, ist ein Weg, sich selbst und andere besser zu verstehen. Auch Gespräche werden leichter und erfolgreicher, wenn wir die Informationen über die innere Haltung und Einstellung unserer Mitmenschen deuten können.
Die Schauspielerin Ute Menzel und der Schauspieler Dieter Maas, langjährige Mitglieder des Theaters Plauen-Zwickau, vermitteln in dieser Fortbildung Grundlagen und Methoden der Körpersprache und des Darstellenden Spiels.

Anmeldung Bitte melden Sie sich rechtzeitig über den Fortbildungskatalog der SBAZ (Z03444) an.

Zwickau 6. März 2018 ¬ 14.00 – 17.00 Uhr ¬ ¬ Treffpunkt am Malsaal

Kosten keine